„Rauchmelder-Lebensretter“ feiert 20. Geburtstag – am 13. November ist Rauchmeldertag

Durch 20 Jahre Aufklärungsarbeit und die mittlerweile nahezu bundesweit eingeführte Rauchmelderpflicht sind die meisten Mieter als auch die Bewohner von Eigentumswohnungen zum Jahresende mit Rauchmeldern im Brandfall geschützt. Berlin und Brandenburg sind die letzten Bundesländer, in denen die Übergangsfrist der Gesetzgebung zum Jahresende ausläuft. Lediglich Sachsen hat bislang nur eine Rauchmelderpflicht für Neubauten.

Dennoch ist die Hälfte der Eigenheime (Einfamilienhäuser und Reihenhäuser) nicht ausreichend bis gar nicht mit Rauchmeldern ausgestattet. Wir nehmen diese Zahlen zum Anlass, um nach 20 Jahren Brandschutzaufklärung an diesem Rauchmeldertag gezielt die Eigenheimbesitzer und die fünf größten Irrtümer in den Fokus zu nehmen.

 

Warum Rauchmelder?

Trotz Gesetzgebung ist bundesweit nur die Hälfte der Eigenheime ausreichend mit Rauchmeldern ausgestattet – in Berlin/Brandenburg, wo die Übergangsfrist der Rauchmelderpflicht Ende 2020 ausläuft, sogar nur 30%. Dabei ist statistisch nachgewiesen, dass seit Einführung der Rauchmelderpflicht im Brandfall deutlich mehr Menschen überleben. Pro Tag werden durchschnittlich vier Menschen durch Rauchmelder vor gesundheitlichen Schäden oder dem Tod gerettet.

 

„Rauchmelder retten Leben“ klärt auf

Die 5 größten Irrtümer


Irrtum #1:

Wenn es brennt, bleibt mir genug Zeit, das Gebäude zu verlassen.
Falsch! Im Brandfall bleiben höchstens 120 Sekunden zur Flucht.

 



Irrtum #2:

Ein Rauchmelder im Flur reicht.
Falsch! Rauchmelder gehören in ALLE Flure, Schlaf- und Kinderzimmer.

(Sonderfall Berlin & Brandenburg: Rauchmelder gehören in ALLE Flure und Aufenthaltsräume, außer Küche und Bad.)




Irrtum #3:

Nur Vermieter sind dazu verpflichtet, Rauchmelder zu installieren.
Falsch! Auch ALLE Eigentümer sind dazu gesetzlich verpflichtet!



Irrtum #4:

Ich bemerke auch im Schlaf den Brand rechtzeitig.
Falsch! Nachts schläft auch der Geruchssinn, man wird im Brandfall nicht wach.




Irrtum #5:

Qualität von Rauchmeldern erkennt man allein am CE-Zeichen.
Falsch! Gute Rauchmelder tragen zusätzlich das Qualitätszeichen „Q“.



 

Rauchmelder auswählen

Worauf sollte ich achten?

Rauchmelder mit Q zeichnen sich nicht nur durch eine lange Lebensdauer der festeingebauten Rauchmelder-Batterie, die geprüfte Langlebigkeit und erhöhte Stabilität des Melders aus, sondern auch durch die Reduktion von Falschalarmen. Das „Q“ als Qualitätsmerkmal bietet daher beim Kauf eine einfache Orientierung. In der Wohnungswirtschaft ist es zum Schutz der Mieter bereits fest etabliert.

Icon RAUCHMELDER MIT Q_Rauchmelder retten Leben

Geprüfte & zertifizierte Produkte

Achten Sie auf das Qualitätszeichen „Q“ auf
Verpackung und Rückseite des Rauchmelders.

 

Icon RAUCHMELDER MIT Q und 10-Jahres Batterie_Rauchmelder retten Leben

Festeingebaute 10-Jahresbatterie

Kein lästiger Batterietausch, 10 Jahre Sicherheit und besser für Umwelt und Geldbeutel!

 

Icon RAUCHMELDER MIT Q und Bedienungsanleitung_Rauchmelder retten Leben

Bedienungsanleitung lesen

Lesen Sie vor der Installation Ihrer Rauchmelder zunächst die Bedienungsanleitung und heben Sie diese gut auf.

 

 

Rauchmelder und Rauchmelderpflicht

Die häufigsten Fragen

Laut einer Mitte September veröffentlichten Innofact-Studie hat mehr als ein Viertel (29 Prozent) der Eigenheimbesitzer schon Rauchmelder gekauft, aber noch nicht installiert. Knapp ein Fünftel (18 Prozent) hat sich noch nicht für ein Modell entschieden und 17 Prozent haben es zeitlich bisher nicht geschafft, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Weitere 24 Prozent haben sich noch gar keine Gedanken darüber gemacht. Wir bieten daher Hilfestellungen zu den häufigsten Fragen an:

Wo Rauchmelder installieren?

Rauchmelder müssen laut Landesbauordnungen in ALLEN Fluren, Schlaf- und Kinderzimmern installiert werden. Eine Ausnahme bildet Berlin & Brandenburg, dort gehören Rauchmelder in alle Flure und Aufenthaltsräume (außer Küche). Sondermelder in der Küche wie Rauchmelder mit Stummschaltung, Wärmemelder oder Herdwarner sind empfehlenswert, aber nicht verpflichtend – solange die Küche nicht Teil des Fluchtweges ist.



Rauchmelder-Installation in einem Einfamilienhaus

  • Mindestschutz
    ein Rauchmelder mittig an der Decke im Kinder– und Schlafzimmer, Flur
  • Mindestschutz – nur in Berlin und Brandenburg:
    Rauchmelder in ALLEN Aufenthaltsräumen außer Küche und Bad
  • Optimaler Schutz:
    alle Aufenthaltsräume
  • Besonderer Schutz für die Küche:
    Rauchmelder mit Stummschaltung

 

Rauchmelder in der Küche?

39 % der Brände entstehen in der Küche. Ein Rauchmelder macht daher theoretisch auch hier Sinn – doch Kochen, Braten und Backen produziert Dampf, auf den Rauchmelder mit einem Alarm reagieren. Rauchmelder sind daher in der Küche nicht verpflichtend. Wer trotzdem hier vorbeugen will, dem seien Wärme- bzw. Hitzemelder empfohlen, die auf Temperatur und nicht auf Wasserdampf reagieren – oder Herdwarner direkt über der potenziellen Quelle, dem Herd. Sogenannte Herdwächter können sogar dank eingebauten Modul den Herd bei anbrennendem Essen ganz ausschalten, um einen Brand gar nicht erst entstehen zu lassen.

 

Gilt die Rauchmelderpflicht auch für Eigentümer?

Die gesetzliche Rauchmelderpflicht gilt für ALLE Eigentümer, unabhängig davon ob der Wohnraum vermietet oder selbst bewohnt wird. Die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ appelliert daher an alle Eigentümer in Eigentumswohnungen, Einfamilien- oder Reihenhäusern, sich und die eigene Familie zuhause ausreichend mit Rauchmeldern zu schützen. Ein einzelner Rauchmelder im Flur reicht dabei nicht aus, siehe Skizze oben.

Wer muss die Rauchmelder regelmäßig überprüfen?

Wenn Sie als Eigentümer in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus leben, sind Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit verpflichtet, Ihre Rauchmelder auch mindestens einmal im Jahr zu überprüfen. Details entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung der Melder.

Als Mieter sind Sie in 10 deutschen Bundesländern für die Instandhaltung der Rauchmelder verantwortlich. In den restlichen sechs Bundesländern ist der Vermieter in der Pflicht. Der Vermieter kann allerdings auch die Verantwortung für die Wartung der Rauchmelder auf den Mieter übertragen, wenn eine entsprechende Vereinbarung geschlossen wird. Generell liegt die Verantwortung am Ende jedoch immer beim Vermieter. Dieser muss sicherstellen, dass die Instandhaltung fachgerecht durchgeführt wird. Mehr erfahren Sie hier

Ob Eigentümer oder Vermieter – Sie können für die Installation und Instandhaltung auch einen Dienstleister beauftragen. So wird sichergestellt, dass die Rauchmelder korrekt installiert und vorschriftsmäßig geprüft sind, inklusive der notwendigen Protokollierung.

 

Über „Rauchmelder retten Leben“

Das Forum Brandrauchprävention e.V. betreibt die im Jahr 2000 gegründete Initiative „Rauchmelder retten Leben“. Das Ziel des Forums ist die Brandschutzprävention, insbesondere mit Rauchwarnmeldern. Mitglieder des Forums sind führende Dachverbände wie der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) sowie Hersteller und Dienstleister. Am 12.06.2012 gründete das Forum Brandrauchprävention einen gemeinnützigen Verein. Geschäftsstelle ist die Agentur eobiont GmbH, die auch als Ansprechpartner zur Verfügung steht.

 

 

Quelle: https://www.rauchmelder-lebensretter.de

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